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Peak Gas

Intro:

Zitate:

I:

Peak Gas will surely arrive while the jury is still out, debating whether Peak Gas exists. (Andrew McKillop, Peak Oil to Peak Gas is a short ride, Energy Bulletin, 12.12.2006)


II:

Only four years ago there was more than enough gas being pumped from the North Sea to meet our domestic demands, with the excess being piped to customers in continental Europe. In two years’ time, roughly 40% of the UK’s gas supplies will need to be sourced from overseas as North Sea stocks run dry. (Iain Dey, Price war threat to UK gas supplies, The Sunday Times, 9.3.2008)


Look at South Hook, where you have these new (LNG) facilities that are going to be capable of taking 15,6m tonnes a year. I reckon, realistically, we’re not going to see more than about half of that come to the UK. The rest will be sent to meet higher spot prices all over the world. (Frank Harris, head of LNG at Wood Mackenzie energy consultancy, Price war threat to UK gas supplies, The Sunday Times, 9.3.2008)


Nach USGS-Schätzung lagern im nördlichen Polargebiet etwa 30 Prozent der bislang unentdeckten Erdgasvorräte der Erde. Zudem werden dort 13 Prozent der unentdeckten Ölvorräte vermutet … Die neuen Zahlen bestätigen frühere Schätzungen und verdeutlichen zugleich, dass die Arktis das Problem schwindender Ressourcen nicht lösen kann, sondern höchstens um einige Jahre aufschieben. So entsprechen die vermuteten Gasvorräte von mindestens 21.800 Milliarden Kubikmetern etwa dem weltweiten Verbrauch von sieben Jahren. (Schätzung der Arktis-Vorkommen: Unentdecktes Erdgas reicht für sieben Jahre, Spiegel Online, 29.5.2009)


Wir dürfen nicht in die nächste Krise schlafwandeln. Wir stehen tatsächlich vor dem Risiko einer großen Gaskrise in den nächsten Wochen, nicht Monaten. (José Manuel Barroso, EU-Kommissionspräsident, in: Barroso warnt EU-Staatchefs vor Gaskrise, FTD, S.9, 22.6.2009)


Die Gasförderung in Europa wird dramatisch abnehmen und dann werden unsere russischen Partner immer wichtiger. (Gerhard König, Wingas-Chef, zit. in: Wintershall will Dank Russland-Geschäft weiter wachsen, Greenpeace-Magazin.de, 6.10.2009)


Das ist ein Dauerbrenner. Der Konflikt kann jederzeit wieder aufbrechen … Das ist von Monat zu Monat eine neue Zitterpartie. Wir wissen diese Woche nicht, ob die Pipeline nicht die nächste Woche schon wieder dicht ist … Bei der Ukraine gibt es keine Sicherheit wie bei den anderen Transitländern. (Gerhard König, Chef des deutsch-russischen Energieversorgers WINGAS auf der Weltgaskonferenz 2009 in Buenos Aires, zit. in: Wingas: Gasstreit mit Ukraine bleibt „Dauerbrenner“, Wintershall.com, 8.10.2009)


Auch wenn der Verbrauch in Europa stagniere, werde die Nachfrage nach Importgas weiter steigen. Als Grund dafür nannte Seele die Einbrüche in der europäischen Produktion. Sowohl in der Nordsee als auch in Holland gehe die Förderung in den kommenden Jahren „dramatisch“ zurück. (Rainer Seele, Chef der BASF-Tochter Wintershall, zit. in: Märkte für Öl und Gas sind entkoppelt, Welt Online, 8.10.2009)


Laut Wintershall-Chef Rainer Seele - Wintershall ist die Gastochter von BASF - wird zudem in der Nordsee und Holland die Förderung in den kommenden Jahren dramatisch zurückgehen. (Gas mit Aufholpotenzial, Der Aktionär, Nr.43/09, S.36, 14.-20.10.2009)


Der Golfstaat begründet seine Hinwendung zur Atomenergie mit dem steigenden Elektrizitätsbedarf, der durch Gas und Öl nicht mehr zu decken sei. (Vereinigte Arabische Emirate steigen in die Atomkraft ein, heute.de, 27.12.2009)


III:

I don’t want to exaggerate, but gas comes from some fairly unstable parts of the world and some not readily associated with human rights and democracy. (Malcolm Wicks, UK Energy Minister, Wicks: All is lost on global warming without clean coal, The Guardian, 8.8.2008)


Flüssiggas (LNG) dürfte zumindest auf dem Gassektor für gewaltige Veränderungen sorgen. Denn dadurch werden die Märkte weitgehend unabhängig von Pipelinesystemen … Zum Beispiel könnte dann russisches Gas aus Westsibirien nicht nur Nordamerika erreichen, sondern via Nordpassage, wenn der Klimawandel sich fortsetzen sollte, auch China und Japan. (Michael Stürmer, Strategische Rolle des Erdgases wächst - Doch die westeuropäischen Vorräte schrumpfen und die Lieferanten werden zunehmend Staatsunternehmen, Welt am Sonntag, 17.5.2009)


Stellen Sie sich vor, Frankreich und Belgien hätten den Eurotunnel geplant, ohne Großbritannien mit einzubeziehen. Wir respektieren die Eigenständigkeit der Ukraine voll und ganz, aber über die Zukunft des ukrainischen Transitpipelinesystems zu entscheiden und den Gasversorger dabei außen vor zu lassen, passt nicht zusammen. Und es gefährdet die essenziellen Ziele des Modernisierungsprozesses. (Alexander Medwedew, stellvertretender Vorstandsvorsitzender von Gazprom, Ein unfreundlicher Akt der Europäer in der Energiepolitik, Financial Times Deutschland, 10.4.2009)


Russland braucht einen hegemonial-imperialistischen Zugriff auf das zentralasiatische Gas, vor allem auf turkmenisches und aserbaidschanisches, weil die eigene Gasproduktion im Augenblick sogar rückläufig ist. Die Felder im nordwestlichen Sibirien, aus denen schon seit den 60er-Jahren Gas gefördert wird, haben einen hohen Erschöpfungsgrad erreicht. Der Binnenverbrauch ist auch nicht gesenkt worden. Russland braucht also Importgas. (Gerhard Mangott, Politikwissenschaftler und Russland-Experte an der Universität Innsbruck, Experte Mangott: „Nabucco-Projekt wurde immer politischer“, derStandard.at, 12.7.2009)


Tatsächlich ist das Schicksal von Nabucco ähnlich ungewiss wie die tatsächlichen Gasvorkommen in Turkmenistan. Daten darüber sind Staatsgeheimnis. Im Oktober wurde bekannt, dass die als „supergigantisch“ eingestufte Lagerstätte „Juschni Jolotan-Osman“ statt der genannten sechs Bio. Kubikmeter nur die Hälfte enthält. Berdymuchamedow entließ kurzerhand alle Chefs des gesamten Sektors. (Eduard Steiner, Buhlen um die „Braut Turkmenistan“, DiePresse.com, 7.1.2010)


„Aserbaidschan ist der Schlüssel für die Entwicklung jeglicher Pipelines – und das weiß es“, sagte Brendan Devlin, der in der Generaldirektion von EU-Energiekommissar Günther Oettinger für politische Planung und das OMV-Pipelineprojekt Nabucco zuständig ist … „Derzeit ist die Fähigkeit zur Gasverarbeitung in Aserbaidschan unzureichend … Saures Gas wird in die Pipelines geleitet, das führt zu deren Zersetzung“ (sagte Peter Thomson von der Weltbank). (Oliver Grimm, Osteuropa droht schwere Energiekrise, DiePresse.com, 18.3.2010)


IV:

Der beste Weg aus der Gasfalle führt jedoch über die Abstinenz. Je weniger Gas ein Land braucht, desto besser für seine Bürger. (Michael Thumann, Machiavelli für Gas und Öl, DIE ZEIT, 3.1.2008)


peak-gas/zitate/start.txt · Zuletzt geändert: 2010/03/19 16:07 von admin