Inhaltsverzeichnis

Peak Wasser

Intro:


Zitate:

I:


II:

Alle Lebensmittelproduktion hängt von Wasser ab. (Maggie Black/Jannet King, Der Wasseratlas - Ein Weltatlas zur wichtigsten Ressource des Lebens, 2009)


‚Echte‘ Flüsse sterben aus. (WWF Deutschland, 13.3.2006)


Nach uns die Trockenheit. (Sonja Wenger, Nach uns die Trockenheit - «Weltmacht Wasser», Die Wochenzeitung/ch, 19.3.2009)


By the way, do you have any idea how much you pay for water? (Marc Gunther, The world’s looming „water gap“, businessGreen.com, 26.11.2009)


Wasser: (Über-)Lebensmittel Nr. 1. (A.Röhrbein, EG, Eigenzitat, 3.2010))


III:

Etwa 4000 km3 Süßwasser werden jährlich dem Wasserkreislauf entnommen - das entspricht ca. 1700 Litern pro Person täglich … Die Lebensweise in industrialisierten Ländern schließt den Verbrauch »virtuellen« Wassers ein, das in Lebensmitteln und Industrieprodukten enthalten ist … Etwa ein Fünftel des verbrauchten Wassers stammt aus Grundwasserleitern. Einige werden wieder aufgefüllt, aber viele sind nicht erneuerbar und werden unwiederbringlich versiegen … Weil die Weltbevölkerung wächst und mehr Wasser pro Kopf verbraucht wird, kommt es zunehmend zu Konkurrenz und Konflikten um die Nutzung von Flusswasser und Grundwasserleitern. (Maggie Black/Jannet King, Der Wasseratlas - Ein Weltatlas zur wichtigsten Ressource des Lebens, 2009)


Auf der unteren Ebene, bei den von Wasserknappheit direkt Betroffenen, sind Verteilungskämpfe denkbar. Wer nichts zu essen oder zu trinken hat, wird alles tun, um dies zu ändern. Menschen neigen in Extremsituationen zu Handlungen, die sie unter normalen Bedingungen ablehnen würden … Gewaltsame Ressourcenkämpfe sind nicht ausgeschlossen. Es gibt aber viele Beispiele, wie Staaten sich ohne Gewaltanwendung bei der Wasserverteilung geeinigt haben. Diese Einigungen könnten für die Lösung anderer Ressourcenkonflikte, die durch die Klimaerwärmung entstehen, beispielhaft sein. (Harald Welzer, Interv. in: „Gewaltsame Ressourcenkämpfe sind nicht ausgeschlossen“, Zeit Online, 20.3.2009)


Die Region sei von bewässerter Landwirtschaft abhängig geworden, um die Erträge zu erhöhen. „Daher könnten wir einem größeren Problem als nur einer Wasserkrise gegenüberstehen.“ … Ganze Regionen in Nordindien leiden unter Dürre. Vielerorts haben die Bauern das gesamte Grundwasser abgepumpt, um ihre Ernten zu retten. In manchen Orten bewachen schwer bewaffnete Bauern ihre letzten Brunnen, die noch Wasser tragen. (Sascha Zastiral, Studie der NASA: Indien droht das Wasser auszugehen, taz.de, 22.8.2009)


Aus der Leitung im Haushalt entnehmen die Deutschen seit den achtziger Jahren immer weniger Wasser. Doch viel größere Mengen verschlingt die Herstellung unserer Konsumgüter. In denen steckt sogenanntes „virtuelles Wasser“ – und das stammt oft aus Ländern, in denen Wassermangel herrscht. (Wie viel Wasser verbrauchen wir?, Die Zeit, Nr.26, 18./26.6.2009)


Aber verschärft der Lebensstil der Deutschen nun das Problem? Das lässt sich kaum bestreiten. Deutschland, das selbst weit davon entfernt ist, jemals Wassernot zu leiden, gehört dennoch weltweit zu den zehn größten Importeuren virtuellen Wassers… . (Frank Driescher, Wasserkrise - Unser täglich Wasser, Zeit Online, 16.7.2009)


Die jüngste Geschichte mit den Aktien- und Immobilienmärkten zeigt, dass unsere Systeme inhärent instabil sind. Und – auch wenn wir es noch nicht bemerken – unsere Systeme der Energienutzung, unsere Behandlung von landwirtschaftlichen Nutzflächen, unsere Nutzung von Grundwasser sind inhärent instabil. Sie werden uns mit dem gleichen Mechanismen aus Überschuss und Zusammenbruch konfrontieren, dessen Zeuge wir derzeit in den Schuldenmärkten werden. (Dennis Meadows, in: Martin Koelling, „Der Samurai ist schon tot, ohne es zu merken“, Technology Review, 24.4.2009)


2030 wird weltweit die Nachfrage nach Wasser das Angebot um 40% überschreiten. Mehr als ein Drittel der Weltbevölkerung wird mit weniger als der Hälfte der benötigten Wassermenge auskommen müssen. (2030 Water Resources Group/McKinsey, 12.2009)


The unreliability of an assured supply of rainwater has forced farmers to turn more to groundwater in many areas. As a result, aquifer levels are declining at rates between one and three meters per year. The impact of such declines on agricultural production could be profound, especially since aquifers, once drained, may not refill for centuries. Glacial runoff is also an important source of water for many countries. (United States Joint Forces Command, the JOE 2010 - Joint Operating Environment, p.31, 3.2010)


One should not minimize the prospect of wars over water. In 1967, Jordanian and Syrian efforts to dam the Jordan river were a contributing cause of the Six-Day War between Israel and its neighbors. Today Turkish dams on the upper Euphrates and Tigris Rivers, the source of water for the Mesopotamian basin pose similar problems for Syria and Iraq. Turkish diversion of water to irrigate mountain valleys in eastern Turkey already reduces water downstream. Even though localized, conflicts sparked by water scarcity easily could destabilize whole regions. (United States Joint Forces Command, the JOE 2010 - Joint Operating Environment, p.32, 3.2010)


IV:

Etwas mehr als 20% des weltweit entnommenen Süßwassers werden von der Industrie verbraucht … Wasser spielt eine wichtige Rolle bei der Stromerzeugung … In der Industrie fallen jährlich bis zu 500 Mio. Tonnen Abfall an. Ein Teil davon verschmutzt Flüsse und Seen, Grundwasser und Feuchtgebiete … Rasche Urbanisierung und beschleunigte Industrialisierung verursachen zunehmende Wasserverschmutzung und damit eine Gefährdung der Umwelt … Die Industrialisierung beschädigt die Wasserwege der Welt. (Maggie Black/Jannet King, Der Wasseratlas - Ein Weltatlas zur wichtigsten Ressource des Lebens, 2009)


Firmen sollten öffentlich auch über ihren direkten und indirekten Wasserverbrauch berichten und damit für Investoren und die Öffentlichkeit transparent offen legen, welchen ökologischen Fußabdruck sie haben, welchen Risiken sie bei zunehmender Wasserknappheit ausgesetzt sind und was sie konkret dagegen unternehmen. (Martin Geiger, Globale Wasserkrise – Unternehmen müssen Verantwortung übernehmen, 5.Weltwasserforum, WWF Deutschland, 18.3.2009)


Die Politik solle, so der WWF, einen Rahmen für den verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource setzen. Auch Deutschland sei in der Pflicht. Man habe die Verantwortung, bei Importgütern auf deren Wasserverbrauch im Herkunftsland zu achten. Die sozialen und ökologischen Folgen des deutschen Wasser-Fußabdrucks gelte es zu reduzieren. (WWF Deutschland, Wasser-Fußabdruck: Deutschland verbraucht drei Mal jährlich den Bodensee, wwf.de, 3.8.2009)


V:

In Japan etwa produzieren acht Nuklearreaktoren fast ausschließlich Energie und Wärme für die Trinkwasseraufbereitung aus dem Meer. (Christian Heinrich, Trinkwassergewinnung: Quelle an der Küste, sueddeutsche.de, 28.8.2008)


VI:

Water is fundamental for life and health. The right to water is indispensable for leading a healthy life in human dignity. It is a pre-requisite to the realisation of all other human rights. (The United Nation, Committee on Economic, Cultural and Social Rights, 2002)


Wasser spielt bei vielen wirtschaftlichen und kulturellen Tätigkeiten eine wesentliche Rolle, die mit ökonomischen Statistiken kaum zu erfassen ist. (Maggie Black/Jannet King, Der Wasseratlas - Ein Weltatlas zur wichtigsten Ressource des Lebens, 2009)


In der Geschichte ist Wasser, und vor allem sein Ursprung, die Quelle, immer Gegenstand von Verehrung und Respekt gewesen. Die Erfindung des Wasserhahns und der Mineralwasserflasche hat uns vergessen lassen, dass Wasser, bevor es aus dem Hahn fließt oder in Flaschen verkauft wird, ein Geschenk der Natur ist. (Vandana Shiva, Alternativer Nobelpreis-Trägerin)


VII:

Aus Wasser ist alles und ins Wasser kehrt Alles zurück. (Thales von Milet)


Selbst wer am Wasser lebt, verschwende nicht das Wasser. (Aus China)


Bohre den Brunnen, ehe du Durst hast. (Chinesische Weisheit)


Das ist ein böser Brunnen, zu dem man das Wasser tragen muß. (Sprichwort)


Fernes Wasser löscht nicht nahen Durst. (Sprichwort)


Das Beste aber ist das Wasser. (Pindar, griech. Dichter, 522-445 v.u.Z., Olympische Oden, I,1)


Die Flüsse sind unsere Brüder, sie löschen unseren Durst. (Noah Seattle, 1786-1866, Häuptling der Suquamish und Duwamish, Die Rede des Indianerhäuptlings Seattle, Neuere Version)


Bringt dem Durstigen Wasser entgegen, Bewohner des Landes Tema! Geht dem Flüchtling entgegen mit Brot für ihn! Denn sie flohen vor den Schwertern, vor dem gezückten Schwert, vor dem gespannten Bogen und vor der Wucht des Krieges. (Jesaja 21,14-15)


Sehen [die Ungläubigen] nicht, dass…aus dem Wasser alle Lebewesen geschaffen sind? (Koran, Sure 21,31)


Wir wissen, dass die Weißen unsere Art nicht verstehen. Ihr Appetit wird die Erde verschlingen und nur Wüste zurücklassen. (Noah Seattle, 1786-1866, Häuptling der Suquamish und Duwamish, Die Rede des Indianerhäuptlings Seattle, Neuere Version)


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